Alles ist möglich
Saisonale Sammlungen, Gedanken, Lustiges... eben, alles ist möglich.
Saisonale Sammlungen, Gedanken, Lustiges... eben, alles ist möglich.
|
Die Dunkelheit umhüllte den dichten Fichtenwald rund um Ylläsjärvi, einen kleinen Ort mit typisch skandinavischen Häusern, etwa 40km von Kittilä entfernt, in Finnisch-Lappland.
Der Himmel war von Wolken überzogen, die aussahen wie grosse, flauschige Wattebällchen. Dicke Schneeflocken bahnten sich ihren Weg nach unten, fielen sanft zu Boden und verschmolzen miteinander, wie eine unsichtbare Kette aus Abertausenden Gliedern, die sich ineinander einhakten. Der Schnee vom Vortag wurde mit einer neuen Schicht gepudert, Tierspuren verschwanden schnell unter dem neuen Schnee und der Waldboden bekam durch den Schneefall ein frisches und leichtes Aussehen. Die Luft war trocken und kalt, brachte aber eine gewisse Frische mit sich. Äste ächzten unter der Last des Schnees und an einigen Bäumen knackte es verdächtig gefährlich. Wenn man sich anstrengte, konnte man durch den Schneefall und die Dunkelheit hindurch in der Ferne sanfte, verschwommene Lichtquellen von den Häusern Ylläsjärvis erkennen, die allerdings immer weniger wurden. Aber mitten im Wald, zwischen all den Fichten und Wildbeerensträuchern, war man umgeben von der Tiefe der Dunkelheit. Schrittweise verschwanden die Lichtquellen und es schien noch dunkler als zuvor. Nach zwei Stunden hörte der Schneefall auf und der Himmel klarte auf. Die Wolken verschwanden komplett, und der dunkle Nachthimmel brachte seine Sterne zum Vorschein. Die Sterne funkelten um die Wette, jeder wollte heller leuchten als der andere. Der Mond in seiner Neumondphase war allerdings noch zu schwach, um der Dunkelheit etwas Licht zu geben. Die Nacht veränderte sich wieder und ein blasser, grüner Schimmer versuchte, sich über die Dunkelheit zu legen, und versuchte mit seiner ganzen Kraft, das Schwarz zu vertreiben. Das grüne Licht gewann rasch an Intensität und wurde mit jeder Sekunde satter in seiner Farbe. Die Aurora Borealis zeigte sich von ihrer besten Seite. Ein zweites, grünes Licht erschien am Himmel und vermischte sich mit dem ersten, und es sah aus, als ob sie einen flotten Tanz aufs Parkett legten. Die geschmeidigen Bewegungen der Nordlichter schlängelten sich über den Himmel und brachten die ganze Magie der winterlichen Landschaft zum Vorschein. Dort, wo das Licht anscheinend den Boden berührte, glitzerte der Schnee, und es sah aus, als ob kleine Feen mit ihren von Glanz bestäubten Flügelchen über den Schnee hüpften. Die Bäume erschienen noch grösser und versuchten mit ihren Wipfeln, das faszinierende Licht zu berühren. Wie ein flinkes Wiesel, weichten die Lichter den Baumwipfeln aus, nur um das Spiel zu wiederholen. Das Nordlicht zog alles in seinen Bann und der grüne Vorhang verwandelte die winterliche Landschaft in ein magisches Land. In kompletter Stille, führte das Nordlicht sein Spektakel auf, bis die satten Farben allmählich verblassten. Die tänzelnden und schlängelnden Bewegungen wurden weniger und wurden von der Dunkelheit überrannt, bis sie nicht mehr zu sehen waren. Als ob jemand die Zeit zurückdrehte, lag der Fichtenwald um Ylläsjärvi wieder in kompletter Dunkelheit. Nur die Sterne und der schwache Mond verbreiteten weiter ihren Zauber. Schon früher waren die Menschen von diesem unglaublichen Naturschauspiel fasziniert, obwohl man sich nicht im Klaren war, wie dieses Spektakel entstand. Je nach Region glaubte man an einen Polarfuchs, welcher durch den Schnee rannte und die dabei entstandenen Funken das Nordlicht erzeugten. Andere nordische Völker glaubten, dass das Licht, die Spiegelungen der Rüstungen von den Walküren sind, welche die gefallenen, tapferen Krieger nach Valhalla begleiteten, oder aber auch eine Strafe der Götter, weil man sie verstimmt hatte.
4 Kommentare
Sei gegrüsst und willkommen auf meiner Seite. Es freut mich, dass du, den Weg zur goldenen Schreibfeder gefunden hast. Eine Seite mit kreativem Geschreibsel.
Endlich habe ich den Mut gefasst, um meine Texte zu veröffentlichen. Schon als Kind habe ich gerne geschrieben und hatte immer viele Ideen in meinem Kopf. Gezeigt habe ich die Texte allerdings nie jemandem, ausser meinem Lehrer, wenn wir einen Aufsatz schreiben mussten. Ich finde es faszinierend, was geschriebene Worte alles erzählen können und wie die Leserschaft sich ein eigenes Bild davon malen kann, oder sich den silbrigen Mond, trotz guter, detaillierter Beschreibung, so vorstellen kann, wie man möchte. Neben dem Lesen und Schreiben interessiere ich mich sehr für Geschichte. Viele meiner Ideen formen sich durch historische Geschehnisse und Personen und werden zu einer eigenen Geschichte. Wahre Begebenheiten treffen auf Fiktion. Beim Lesen von einem Buch, greife ich auch am liebsten auf einen historischen Roman oder ein Fantasy Buch zurück, aber auch ein Thriller/Krimi darf in meinem Regal nicht fehlen. Ich habe von allen 3 Genres meine Lieblinge und von denen hat mich noch kein Buch enttäuscht. Du siehst, der Kreis schliesst sich. Ich interessiere mich für Geschichte, lese gerne historische Romane und möchte selbst darüberschreiben. Für mich ist das die beste Inspirationsquelle, über etwas zu schreiben, was einen interessiert. Andere Kulturen finde ich ebenfalls sehr spannend. Im Allgemeinen muss ich sagen, habe ich doch ein solides Allgemeinwissen, was mir, denke ich, beim Schreiben sicher auch von Vorteil ist. Aber was erwartet dich denn eigentlich? Auf meiner Seite gibt es drei Kategorien: historisch, Fantasy und alles ist möglich. Kurzgeschichten, Gedichte, oder auch mal eine Vorstellung von einer historischen Persönlichkeit, welche ich inspirierend finde, wirst du beim Durchstöbern finden. Persönliche Erlebnisse wie einen schönen Ausflug oder Gedanken über ein bestimmtes Thema findest du unter der Kategorie «Alles ist möglich». Auf der Homeseite findest du den News-Button, und mit einem Klick kommst du direkt auf die News-Seite. Natürlich kannst du dich auch über das Menü navigieren, um dorthin zu gelangen, wo du möchtest. Die Texte verfasse ich am PC oder Tablet. Manchmal kommt es auch vor, dass ich in meinem Notizbuch mit der Geschichte anfange, wenn ich keine Lust habe, den PC anzuschmeissen. Und so haben meine Notizbücher auch endlich den Nutzen, für den sie erfunden wurden. Ich liebe Notizbücher, habe mehrere in der Schublade, aber alle unbenutzt. Manchmal finde ich es einfach zu schade, die zu benutzen. Und ja, ich habe im Internet letztens mindestens drei Notizbücher gesehen, die mir wahnsinnig gefallen. Wer weiss, vielleicht füllt sich die Notizbuchschublade wie von Zauberhand. Wenn es um historische Geschichten geht, recherchiere ich sehr gerne über das Thema, was mir im Kopf herumschwirrt. Dafür nutze ich das Internet und meinen Lieblingsgeschichtskanal auf YouTube, eine gute Doku oder Sachbücher. Über meine Persönlichkeit kann ich sagen, dass ich eine aufgestellte, fröhliche, manchmal schüchterne Person bin, die aber offen ist. Tollpatsch ist mein zweiter Vorname und über meine Tollpatschigkeit könnte ich ein ganzes Buch schreiben. Manchmal, wenn etwas nicht so klappt, wie ich mir das wünsche, gebe ich viel zu schnell auf. Auch hier, war ich kurz davor, aufzugeben, weil etwas nicht so geklappt hat, wie es sollte. Aber jetzt ist alles in Butter und ich muss nun mal etwas umdisponieren. Das war’s für den Anfang als kleine Vorstellungsrunde. Wer weiss, vielleicht kommt doch noch ein ausführlicher Beitrag dazu. Viel Spass beim Lesen Die goldene Schreibfeder |
|