DIE GOLDENE SCHREIBFEDER
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Update Herbst

16/10/2026

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Freunde des geschriebenen Wortes, es gibt wieder einmal ein Update von mir! Dieses Mal habe ich das Ganze als kleine Geschichte verfasst – auch, weil ich sie als Lesestunden-Video auf meinem YouTube-Kanal veröffentlicht habe. Es geht im Kern darum, warum es auf meinen Kanälen in letzter Zeit so ruhig war. Und ja, ich weiss, auf der Website ist es am ruhigsten, da ich einfach ununterbrochen am Schreiben bin.
In der kurzen Geschichte wird aber alles erklärt und auch, wie es jetzt weitergeht. Viel Spass beim Lesen! =)
 
 
 
 
Das Papier raschelt. Die Kerze wirft einen leichten, warmen Schimmer über den Schreibtisch. Der Geschichtenerzähler Frido kritzelt mit seiner in Tinte getunkten Feder über das Papier. Er muss diese Geschichte einfach erzählen.
 
„Die Menschheit stellt sich seit jeher Fragen. Fragen wie: Wer war Sokrates? Oder: Was ist die Antwort auf alle Fragen des Universums? – Wobei wir alle wissen, es gibt darauf nur eine richtige Antwort: Zweiundvierzig. Wie viele Stellen nach dem Komma hat PI? Und die Frage, die Frido diesen Sommer am meisten beschäftigte: Wo war die goldene Schreibfeder?
Sie war wie vom Erdboden verschluckt. Wurde sie vom Nichts verschlungen? Wo war sie?
 
Dieses Rätsel wollte Frido lösen. Er verfolgte Gerüchte, die gestreut wurden, sprach mit Leuten und suchte nach Hinweisen. Immer tiefer grub er – und fand nichts. Niedergeschlagen wollte er schon aufgeben, als er ein Raunen hörte, welches sich als Wahrheit herausstellte:
Die goldene Schreibfeder gönnte sich eine Sommerpause. Eine, die allerdings so nicht geplant war. Aber wer konnte schon wissen, wie der Sommer wird? Gut, für so etwas gibt es Meteorologen.
Doch die Menschheit wurde mit einer völlig neuen Situation konfrontiert und wusste nicht, wie sie damit umgehen sollte. Ein heisser Sommer. Ein sehr heisser Sommer. Heisser als die Hölle und alle Vulkane zusammen. Ja, seit Anbeginn der Menschheit gab es heisse Sommer – in gewissen Regionen dieser Welt völlig normal. Aber in der Schweiz?
Drei Monate lang ächzte die Schweiz unter der Hitze. Drei Monate lang über 30 und sogar über 35 Grad. Nur wenige Tage unter der 30-Grad-Marke, wochenlang Tropennächte – oder besser: Höllennächte. Und keine Abkühlung in Sicht. Das war neu. Und die goldene Schreibfeder empfand es als anstrengend. Auslaugend. Erschöpfend. Oder, wie Bilbo Beutlin sagen würde: ‚Wie Butter auf zu viel Brot‘.
 
Und bei dieser Hitze, die einem den Schweiss aus allen Poren jagte, wenn man nur blinzelte, noch Videos drehen? Nein, danke. Das war zu viel. Wobei das Drehen ja das kleinere Übel gewesen wäre. Aber das Video danach noch am PC bearbeiten, welcher den Raum zusätzlich aufgeheizt hätte? Guet Nacht am 6gsi! Fertig lustig! Ade Merci!
Sie entschied sich für die Sommerpause.
 
Sie musste diese harte Zeit aber nicht alleine durchstehen. Ein Ventilator – nennen wir ihn Windy – war zu dieser Zeit ihr bester Freund. Windy war immer da. Neben dem Wohnzimmertisch beim Serien schauen; neben dem Sofa, während sie da lag wie ein Seestern und sich ja nicht bewegen wollte; und natürlich neben dem Bett. Gut, er musste immer neu platziert werden, weil Windy keine anderen Ventilator-Freunde hatte, die ihn unterstützen konnten. Aber er war treu. Er musste Vollgas geben. Auf der höchsten Stufe, volle Pulle auf sie gerichtet. Ja, ja, sie wusste, dass das nicht die beste Idee war. Aber das Motto war ganz klar: Lieber erkälten als schmelzen! Schliesslich ist sie kein Schmelzkäse. Sie isst ihn zwar gerne, aber sie ist keiner.
 
Nun gut, der Sommer raffte sie dahin, und auch das Schreiben wurde vernachlässigt. Ja, sie hätte von Hand schreiben können, aber Schweissflecken auf dem Papier? Das empfand sie als unästhetisch. Von daher wurde an nichts weitergeschrieben. Und ehrlich gesagt wusste sie im Glutofen auch nicht mehr, an welcher Geschichte es überhaupt weitergehen sollte.
Doch die Welt veränderte sich und es wurde kühler. Also, ‚kühler‘ ist übertrieben, nennen wir es angenehmer. Und kurz darauf ging es in den Urlaub. Wieder heiss, aber mit Pool. Und Strand. Und Meer. Und vielen lustigen Fischchen. Das Energielevel stieg wieder und erholt stieg sie aus dem Flugzeug. Im Koffer waren nicht nur die mit Salzwasser verseuchten Klamotten, nein, auch neue Ideen und jede Menge Elan.
Und hier stellen wir uns die Frage: Wie geht es weiter?
Sie hat Grosses vor. Okay, nicht wie Alexander der Grosse ein Weltreich aufzubauen. Mehr so in die Richtung: ‚Ahh, das wäre doch was!‘ oder ‚Das könnte ich mal ausprobieren!‘. Die Entscheidung, an welcher Geschichte weitergeschrieben wird, ist gefalllen. Auch das Video zur Challenge wird kommen – allerdings muss die Geschichte erst noch verfasst werden. Wie gesagt: Es war heiss.
 
Und sie plant einen Adventskalender! Vor zwei Jahren schrieb sie jeden Tag einen Vers und veröffentlichte ihn auf Instagram. Dieser Kalender wird wiederholt, aber diesmal als Short und Reel. Spannend, oder? Das bedeutet viel Arbeit, Zeitaufwand und Vorbereitung. Von Rentiergeweih-Gedöns über ein neues Stativ kaufen bis hin zu Notizen machen, wird sie einiges zu tun haben.
Aber sie ist wieder da: Die goldene Schreibfeder.“
 

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